Allgemeines zu Doppelkronen

Die Doppelkrone:

Die Doppelkrone besteht aus 2 Kronen:

1. Primärkrone
2. Sekundärkrone

Diese Kronenart dient zur Verbindung von herausnehmbarem Zahnersatz mit dem Restgebiss, dabei wird das Innenteleskop (Primärteil) mit dem beschliffenen Zahnstumpf fest verbunden (einzementiert),darüber befindet sich das Aussenteleskop das starr mit dem Zahnersatz verbunden ist und bewirkt so eine gute und sichere Verbindung mit dem Restgebiss.

Technisch unterscheidet man in Teleskopkrone und Konuskrone:

1. Teleskopkrone:

Sie verfügt über parallelwandige Außenflächen( Zylindrische Form), die Haltefunktion entsteht ausschließlich durch verkanten und durch Reibung, d.h.: Wenn das Außenteil der Krone abgezogen wird und dabei die Kraft nicht in der Achse der Krone verläuft entsteht eine Verkantung. Das ein und ausgliedern der Prothese ist dann sehr schwierieg und bedarf einiger Übung bis man es beherrscht. Der Vorteil der Teleskopkrone : Die Krone funktioniert auch dann einwandfrei wenn die Krone nicht in der Endstellung ist, kann also deswegen bei resilirenden Arbeiten (Totalprothesen, Cover Denture) angewendet werden.

2. Konuskrone :

Sie verfügt über konische Flächen, also die Krone verjüngt sich nach oben. Der Winkel kann sehr unterschiedlich sein. Es können Winkel zwischen 2 und 8 Grad sein. Dabei halten Teleskope mit 2 Grad sehr stark, da eine hohe Keilwirkung auftritt , Konuskronen mit 8 Grad hingegen halten sehr wenig und können nur als Stützteleskope wirken. Der optimale Fräswinkel für Konuskronen ist 6 Grad, dabei entsteht eine Haftkraft die um ca. 7 N liegt, das ist der Wert der im physiologischen Bereich liegt, d.h. der Haltezahn wird durch die Abzugskräfte nicht geschädigt, aber der sichere Prothesenhalt ist gewährleistet.
Das Ein und Ausgliedern der Prothese ist bei der vorgesehenen Haltekraft( pro TK ca. 7 Newton nicht sonderlich schwierig, bedarf aber einiger Übung.


Vorteile der Doppelkrone:



1. Langlebiges Verbindungselement, da die miteinander in Verbindung stehende Flächen relativ großflächig sind und der Zahn dabei körperlich gefasst wird und im Wesentlichen eine axiale Belastung stattfindet.

2. Parodontalhygienisch sehr günstig, da bei ausgegliederter Prothese die Interdentalräume für die erforderliche Zahnpflege gut zugänglich sind.

3. Sekundäre Verblockung der Pfeilerzähne, d. h. bei eingegliederter Prothese werden die mit Doppelkronen versorgten Zähne zu einem parodontalen Widerstandsblock zusammengefasst.

4. Einfache Erweiterbarkeit der Prothese bei Einbeziehung aller Restzähne : muss ein Zahn extrahiert werden kann die Prothese um diesen Zahn erweitert werden und bleibt in der Regel funktionstüchtig

Nachteile der Doppelkronen:



1. Relativ hoher Platzbedarf (Wandstärke der Primärteile min.0,3 MM, Sekundärteile min. 0,5 MM und für die Verblendung min. 1,6 MM). Das macht in der Summe für den Zahn einen Platzbedarf von Gesamt: ca. 2,5 MM im Verblendbereich. Aus diesem Grund sind vollverblendete Teleskope optisch nicht zu vertreten, denn das hat zur Folge das die Doppelkronen häufig überkonturiert sind. Besonders gefährdet sind hier die Frontzähne und die Eckzähne. Das Beschleifen der Zähne ist gerade bei jüngeren Patienten (relativ große Pulpa) eher problematisch. Weniger Probleme entstehen hingegen bei älteren Patienten oder wenn die Zähne bereits vorher überkront waren, also schon verstärkt Sekundärdentin gebildet wurde, oder die Pulpa sich bereits zurückgezogen hat.

2. Bei Doppelkronen ist nur die Kunststoffverblendung indiziert, weil durch die minimierte Wandstärke der Außenteleskope elastische Verformungen nicht auszuschließen sind und keramische Verblendung abplatzen würden.

3. Ankerzähne können unter Umständen überlastet werden, ganz besonders wenn die klinischen Kronen durch gegossene Stiftaufbauten oder durch plastische Aufbauten repariert wurden. Bei wurzelkanalbehandelten Zähnen, dessen gesamte klinische Krone aufgebaut wurde, ist deshalb ein Teleskop nur noch in Ausnahmefällen indiziert. Auch ist eine parodontale Überlastung möglich, deshalb ist es sehr wichtig die Zahnsubstanz durch eine Röntgenaufnahme zu überprüfen.

Funktion der Doppelkrone: